Der beste Weißwein Italiens kommt aus dem Friaul – heißt es.
Und man kann dem eigentlich nur zustimmen.
Denn da die Region durch ihre Lage im Nordosten des italienischen Stiefels gegenüber ihren südlichen Nachbarn etwas benachteiligt ist, sowohl klimatisch als auch geologisch, muß man sich hier auf bestimmte Rebsorten beschränken.
Da man aber die richtige Auswahl zu treffen weiß, gedeihen auf den kalkigen, oft auch lehmigen Untergründen hervorragende Pinot Grigios oder Biancos, Chardonnays und Sauvignons.
Im Süden setzt man dagegen auf die ergiebigen Rotweine. In diesem Bereich kann das Friaul eigentlich nur mit der Merlot-Rebe mithalten.
Aber es wäre schlicht Unsinn, wollte man in dieser Region Rotweine ausbauen, die es im Süden sehr viel leichter haben, zu einem guten Tropfen zu werden.
Also besinnt man sich auf seine Stärken und baut die geeigneten Weißweine an, die dann, siehe oben, zu den besten Italiens zählen.
Damit kein Zerrbild entsteht: vom richtigen Winzer gehegt und gepflegt, kann man auch im Rotweinbereich, vornehmlich beim erwähnten Merlot oder Cabernet Sauvignon, seine Entdeckungen machen. Aber die eigentlichen Highlights liegen bei den Weißweinen.